Für Senioren

Liebe Senioren*innen (65+),

 

wir von eSport-Fußball freuen uns ganz besonders, dass Sie hier sind.

Es wird noch einige Zeit dauern, bis die heute aktive eSport-Generation in den Ruhestand tritt und somit auch die eSport Fußball-Branche Senioren*innen (auch Silver Surfer genannt) als ernstzunehmende Zielgruppe wahrnimmt.

Bis dahin müssen Sie sich in der eSport-Welt der „Jungen” zurechtfinden. Wir wollen Ihnen dabei helfen. Helfen Sie auch uns und senden Sie uns Ihre Fragen rund um den eSport – speziell Fußball, um das Thema für Gleichgesinnte noch verständlicher zu machen.

Wir möchten jetzt verschiedene Fallbeispiele beleuchten, Fragen klären, bevor sie auftreten und Wege aufzeigen, die Ihnen vielleicht aktuell sonst verborgen bleiben.

 

Fallbeispiel 1: Ihre Enkel bitten Sie um Geld für den Kauf von virtuellen Spielern.

Sie kennen sich schon etwas mit eSport aus, da es ein großes Thema bei Ihren Enkeln ist. Ihre Enkel fragen des Öfteren, ob Sie sich finanziell beteiligen können, damit sie sich bessere Spieler kaufen können. Ihnen ist es eigentlich schon zu viel und Sie wissen nicht was sie davon halten sollen? Wir denken Folgendes:

Es spricht absolut nichts dagegen, dass Sie Ihre Enkel finanziell unterstützen. Das ist löblich. Nur werden für ein Team auf Profi-Niveau schon ein paar tausend Euro benötigt. Das ist für den Spielehersteller natürlich ein lukratives Geschäft. Für den einzelnen jungen Menschen mit großem Talent und Ambitionen ohne entsprechende finanzielle Möglichkeiten aber eher frustrierend. Der Einwand, dass sie auch mit wenig Geld Glück haben und per Zufallsgenerator einen Topspieler bekommen könnten, sollte bei Ihnen die Alarmglocken schrillen lassen. Einmal ok. Aber nicht andauernd. Ein negativer Kreislauf wie im Glücksspiel (siehe Spielsucht im eSport) könnte sich entwickeln. Wir empfehlen daher, die Enkel aus dem stillen Kämmerlein zu locken und von einer Anmeldung bei Scouting-Veranstaltung zu überzeugen. Auch der Weg über einen eSport-Verein (siehe unser Register) kann sich lohnen und gibt sehr schnell Rückschlüsse auf das eigene Können, ohne das Konto von Oma und Opa zu plündern. (Sorry Kids an dieser Stelle).

 

Fallbeispiel 2: Sie wollen gerne selbst einmal das virtuelle Fußballspiel ausprobieren.

Sie sind im Ruhestand, haben vielleicht Kinder, aber keine Enkel, Sie genießen Ihre Freizeit, sind aber auch etwas rastlos und wollen sich ein neues Thema erschließen. Von Computerspielen haben Sie natürlich gehört, Sie haben ja schon dutzende Stunden Mahjong oder Solitär gespielt. Sie wollen etwas Verrücktes machen und einfach mal dieses „Fifa“ ausprobieren. Ihre Kinder haben davon keine Ahnung und können Ihnen nicht helfen. Was benötigen Sie zum Starten? Wir erzählen es Ihnen:

Laden Sie sich bitte keine Fußballspiele als App auf Ihr Tablet. Es wird Ihnen kein Spaß machen. Das Bild ist für Sie zu klein und Sie brauchen für die Steuerung eine sehr feine Motorik. Was Sie brauchen ist ein Fernseher. Ein Flachbildfernseher hat meistens schon die richtigen Anschlüsse. Achten Sie auf einen HDMI-Eingang. Falls Geld keine Rolle spielt und Sie gestochen scharfe Bilder bevorzugen, gehen Sie in den nächsten Elektrofachmarkt und lassen sich beim Kauf einer Konsole, z. B. einer Playstation 4 oder einer Xbox One beraten. Falls es wirklich nur zum Ausprobieren sein soll, können Sie über Ebay-Kleinanzeigen eine gebrauchte Playstation 3 inkl. aller Kabel und 1–2 Controller (Fernbedienung zum Spielen) kaufen. Bei Bedarf können Sie sich vielleicht helfen lassen. Auch ein Fifa- oder PES-Spiel können Sie entweder im Fachmarkt, im Internet oder auf dem Flohmarkt käuflich erwerben. Achten Sie nur darauf, dass Ihr Spiel z. B. für die Playstation 3 ist, wenn Sie eine Playstation 3 besitzen, oder dass es für die Playstation 4 ist, wenn Sie eine Playstation 4 haben. Oder Xbox für Xbox etc.

Wie dem auch sei. Sie haben nun eine Konsole, die mit dem Fernseher verbunden ist und sie haben es geschafft, mit der Fernbedienung Ihres Fernsehers auf den Sender zu schalten, der Ihnen das entsprechende Bild wiedergibt – Glückwunsch.
Schieben Sie nun das Spiel – meist in Form einer CD – mit der bedruckten Fläche nach oben zeigend in Ihre Konsole. Der Startbildschirm empfängt Sie meist mit einer rockigen Musik und irgendwo steht „Training” oder „Freundschaftsspiel”. Jetzt müssen Sie einfach klicken. Sie können nichts kaputt machen. Klicken Sie einfach. Probieren Sie alles aus. Es kann nichts passieren. Sollten Sie es zum Spiel gegen den Computer geschafft haben, spielen Sie einfach drauf los und machen sich mit der Steuerung der virtuellen Spieler vertraut. Am Anfang wird Ihnen das noch kompliziert und schwergängig vorkommen, aber mit der Zeit werden Sie merken, wie es immer besser klappt und die Motivation, wenn man mit seinem Lieblingsverein bzw. Lieblingsspieler ein Tor schießt, wird enorm sein. Auch hier gilt, Übung macht den Meister. Suchen Sie sonst auch gerne einen eSport-Verein in Ihrer Nähe (siehe unser Register) auf und lassen sich Tipps und Tricks zeigen. Kommen Sie einfach ins Gespräch und knüpfen Sie neue Kontakte. Gerade jüngere Menschen können auch von Ihrer Lebenserfahrung profitieren. Bei vielen Vereinen entsteht gerade erst eine eSport-Abteilung. Versuchen Sie sich einzubringen und erzeugen Sie einen generationsübergreifenden Dialog, der für alle nützlich ist.

 

Fallbeispiel 3: Wie funktioniert das, was Ihre Enkel da spielen?

Sie haben mitbekommen, dass Ihre Enkel unentwegt Computerspiele spielen, das umfasst auch das Spielen mit dem Handy/Smartphone, mit einem Tablet-PC oder einer Konsole. Vielleicht haben Sie auch eine Abneigung gegen diese Art der Freizeitbeschäftigung, möchten aber trotzdem verstehen, was da eigentlich gerade passiert. Das ist verständlich. Nehmen wir an, Ihre Enkel spielen nicht nur Fußball im Verein sondern, auch mal gerne Fußball digital auf einem Gerät. Wie funktioniert das?

Im Prinzip ist es ganz einfach. Ihre Enkel können die Kontrolle über einen digitalen Spieler übernehmen. Dabei steuern sie den digitalen Spieler meist mit der linken Hand bzw. dem linken Daumen in jede beliebige Richtung. Mit der rechten Hand bzw. dem rechten Daumen, Zeige- und Mittelfinger können auf bestimmte Ereignisse, wie beispielsweise das Schießen/Faulen oder Ball abnehmen, reagiert werden.

Fragen Sie doch einfach gezielt das nächste Mal bei Ihren Enkeln nach, wie die Steuerung funktioniert oder ob Sie diese vielleicht sogar einmal im Trainingsmodus selbst unter Anleitung Ihres Enkels ausprobieren können. Sie werden es Ihnen danken und sie haben ein Thema mehr, das sie verbindet.

Ihr spezieller Fall war nicht dabei? Teilen Sie uns Ihren speziellen Fall mit. Wenn uns einige Fälle/Themen gehäuft erreichen, führen wir diese hier auf. Für Fragen oder Anregungen können Sie einfach unten auf den Button „Jetzt Kontakt aufnehmen” klicken und uns eine E-Mail schreiben.

Foren für Senioren*innen

Eine weitere Möglichkeit sich in alle Richtungen zu Informieren, zum Beispiel zu den Themen „Playstation“, „Xbox“, „Nintendo“, „Unterhaltungs­elektronik“ und natürlich auch über die jeweiligen Spiele dazu, finden Sie auf der Forums-Website xbox-senioren.com. Schauen Sie da gerne einmal rein. Für diese Konsolencommunity mit Sitz in der Schweiz beginnt das Seniorenalter übrigens schon mit 30 Jahren 😉

Sollten Sie schon etwas internetaffiner sein, können Sie auch über die Stichwörter ,,Senioren zocken” bei Youtube einige Videos finden, in denen Senioren*innen zum Beispiel auch erstmalig Fußball mit einer Konsole spielen und unverblümt ihre Meinung dazu kund tun. Hier ein paar Beispiele:

Zu guter Letzt:

Ein Aspekt ist sicher die Bewegungsarmut bei dieser Art der Freizeitbeschäftigung. Wichtig ist, dass einem das bewußt ist und dass man entsprechend gegensteuert. Andere bewegungsintensivere Freizeitaktivitäten sollten nicht vernachlässigt werden. Das gilt für jedes Alter.

Wir hoffen, dass wir Ihnen ein paar Aha-Momente bescheren konnten und würden uns freuen, wenn Sie mal wieder vorbeischauen. Für Fragen oder Anregungen klicken Sie bitte hier:

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