Interview mit Lauwarmekaba

lauwarmekaba

Patrick (Patte_Play) und Nico (nOObelis_TV) von eSport-Fussball.de hatten die Möglichkeit mit Luigi Indrieri, besser bekannt als „Lauwarmekaba“ ein sehr interessantes Gespräch zu führen. Er ist ehemaliger eSportler und aktuell Content Creator vom SP9 eSports, dass Team von Profifußballer Sebastian Polter (letzte Saison Fußballer bei Union Berlin).  

Du wurdest es bestimmt sehr oft gefragt, aber welche Geschichte steckt hinter deinem Namen Lauwarmekaba?
Der Name hatte seinen Ursprung im Jahr 2012. Während einer Call of Duty-Partie sagte ein Spieler in der Party zu seiner Mama: „Mama mach mal warme Kaba“.  Alle in der Party fanden das richtig Lustig. So entstand der CoD Clan MMWK „Mama Mach Warme Kaba und jedes Mitglied wählte einen Nickname mit der Endung Kaba. 

Seit wann spielst du schon Fifa und wann hattest Du deinen Durchbruch?
Erster Fifa-Teil war Fifa 2002 oder 2003. Damals besiegte ich meine Freunde regelmäßig und bemerkte meine Begeisterung auch für den virtuellen Rasen. Da sowohl mein Vater wie auch ich totale Fußballfanatiker waren (ich war auch im realen Fußball erfolgreich, Jugend in Ulm gespielt), war es für mich klar, mich auch auf den virtuellen Rasen beweisen zu wollen. 

Erster kleiner Erfolg war mit Fifa 12. In der sogenannten „Playstation-Liga“  wo Spieler wie Mirza Jahic und Kevin Assia mitspielten, spielte ich mich in die Top16.  

Mit Fifa 20 schaffte ich meinen Durchbruch. Aufgrund eines Bandscheibenvorfalls hatte ich sehr viel Zeit zum Fifa spielen und merkte schnell, dass ich in der Weekendleague immer erfolgreicher wurde. 

Größter Erfolg in Fifa?
Tatsächlich war mein größter Erfolg in Fifa nicht als Spieler, sondern als Coach. Im März 2020 begleitete ich Lukas Seiler (damals VFB Stuttgart) als Coach zum FUT Championscup nach Paris.  Er erreichte dort das Finale und bei der Übertragung auf Twitch sahen bis zu 50.000 Menschen zu. 

Als Spieler war mein größter Erfolg die Playoffs Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. 

Wie sieht so ein Tag typischer Tag bei Dir aus?
Mein Tag beginnt meist so zwischen 6 und 6.30 Uhr. Dann ist es ganz wichtig, erst einmal einen Espresso zu trinken. Anschließend starte ich den Stream, meist so für 3 bis 4 Stunden. Dann ist Mittagspause inklusive eines Powernaps angesagt. Anschließend Starte ich meinen zweiten Stream des Tages. Dieser geht meist so 2,5 bis 3 Stunden. Dort versuche ich eher mit der Community zu interagieren und zu „talken“ anstatt Fifa zu spielen.  Ab circa 15 – 16 Uhr beginnt dann die Nacharbeit der Streams, zusätzlich kümmere ich mich dann um meine Social Media Kanäle. Montag und Donnerstag erfolgt noch ein dritter Stream am Abend auf dem Kanal von SP9 eSports.

Du bist ja Fifa Content Creator.  Wie kam es dazu? Und warum siehst Du dich nicht mehr als eSportler? 
Ich hatte ein wirklich sehr gutes und offenes Gespräch mit meinem Vorgesetzten von SP9 eSports vor der Unterschrift des Vertrages. Dort machte ich deutlich, dass ich mich eher als Content Creator sehe. Trotzdem war und bin ich natürlich sehr ehrgeizig. Ich baute mir persönlich einen viel zu hohen Druck vor allem im Stream auf, immer gewinnen zu müssen und ein 30-0 in der Weekendleague zu schaffen. Dieser Druck tat mir wirklich nicht gut. Auch dort bekräftigte mich mein Vorgesetzter von SP9 eSports nochmals und meinte auch, dass meine Weekendleague-Ergebnisse nicht ausschlaggebend sind, sondern andere Dinge zählen (Content). Dadurch ist der Druck den ich mir selber gemacht habe weniger geworden und ich kann das machen, was ich gut kann, die Leute positiv im Stream unterhalten. 

Was sind deine Ziele und Visionen für die nächsten Jahre?
Auf allen Social Media-Kanälen weiter konstant zu wachsen. Ich bin eher ein Befürworter von Qualität statt Quantität. Ein sehr wichtiger Baustein ist mir meine Community. Sie ist für mich wie ein Diamant, den ich selber schleife. Ich habe eine sehr loyale Community worauf ich sehr stolz bin und ich möchte auch in diesem Bereich wachsen. Zusätzlich fange ich ab April 21 wieder Vollzeit an zu arbeiten. Fifa und Streaming auf Twitch ist dann mein Nebenberuf der eventuell mal mein Hauptberuf wird. 

Wirst Du viel mit Hate konfrontiert?
Tatsächlich sehr wenig! Klar kommt immer mal jemand in den Chat und pöbelt rum oder bringt einen Spruch wenn man ein Spiel verloren hat. Dennoch kann ich mit sehr viel Stolz sagen, dass ich wirklich gute Community mir aufgebaut habe. 

Wie sieht dein Team rund um Lauwarmekaba denn aus? 
Ich habe 8 Moderatoren wovon mindestens zwei immer im Stream vertreten sind. Zwei Cutter, einen Discord-Manager und jemanden der mir die Designs für Instagram entwirft. Ohne diese Leute wäre es auch nicht möglich, da sie mir wirklich viel Arbeit abnehmen und ich mich somit voll auf den Stream konzentrieren kann. 

Wir von eSport-Fussball.de finden, dass Du ein ähnliches Auftreten wie EliasN97 von Hertha BSC hast. Wirst Du eventuell öfters mit ihm in Verbindung gebracht? 
Ich wurde tatsächlich im Chat schon darauf angesprochen. Und viele aus meiner Community wollen auch, dass ich einmal an einem EligellaCup teilnehme. Großes Lob an Elias, der es schafft die Menschen zu motivieren und zu faszinieren. Er hat durch seine Art, seiner Leidenschaft und sein Engagement eine unglaubliche Reichweite aufgebaut. 

Hast Du persönlich Veränderungen aufgrund der Corona-Pandemie bemerkt?
Ganz klar, die Qualität der Spieler ist deutlich gestiegen. Man merkt, dass die Leute Zeit haben viel zu trainieren, wodurch das Niveau natürlich steigt. Speziell im Streaming- und Social Media-Bereich merkt man, dass die Leute viel zu Hause sind und sich auf den Plattformen die Zeit vertreiben. 

Dein Youtube-Video zum Thema Ernährung – erzähle uns doch bitte einmal kurz den Hintergrund dazu.
Vor meinem Bandscheibenvorfall war ich auch als Model tätig, körperlich richtig fit und achtete enorm auf meine Ernährung. Ich wollte meine Community dazu motivieren, sich auch mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen um gesund zu sein und auch gesund zu bleiben. Für Kopf und Geist ist eine gesunde Ernährung sehr wichtig. 

Aktuell streamen ja wirklich viele Menschen auf den unterschiedlichsten Plattformen. Hast du noch Tipps an die neuen Streamer*innen oder an denen die vielleicht mit dem Streamen beginnen wollen? 
Streamt zu ungewöhnlichen Zeiten. Gerade zu den „Top-Zeiten“ sind sehr viele Streamer online und es wird schwer entdeckt zu werden. Verstellt Euch nicht und bleibt immer ihr selbst, egal wie viele Zuschauer euch zusehen. Die Leute müssen euch und das was ihr macht mögen, dann kommen sie auch wieder. 

Wir von eSport-Fussball.de bedanken uns ganz herzlich bei Lauwarmekaba für diese Eindrücke und das wirklich sehr nette Gespräch. Wir wünschen dir für deine Zukunft alles Gute und werden weiterhin mit Spannung verfolgen, wohin die Reise noch geht. 

Twitch:
https://www.twitch.tv/lauwarmekaba

Instagram
https://www.instagram.com/sp9_lauwarmekaba/?hl=de

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